Gesunde Haarpflege

Schönes Haar wächst natürlich nur auf einer gesunden, sauberen Kopfhaut.

Dazu gehört eine regelmäßige Haarwäsche, um Fett und Schmutz zu entfernen. Täglich sollte man das Haar allerdings auch nicht waschen, denn dann trocknet die Kopfhaut sehr aus.

Ein Shampoo sollte keine Silikone oder sonstige Pflegestoffe enthalten, denn es soll das Haar waschen und nicht beschweren. Kombi-Produkte aus Shampoo und Spülung sind nicht empfehlenswert, ich gehe unter Spülungen und Haarkuren noch näher darauf ein.

Weitere bedenkliche bis gefährliche Inhaltsstoffe in vielen Shampoos sind Alkohol, Parabene, Formaldehyd, Lanolin, Paraffin und noch einige mehr.

Es ist wichtig, dass keine chemischen Tenside, sondern sanfte Tenside auf der Basis von Kokosöl oder Glucose verwendet werden.

Ich habe lange Zeit nach einem Shampoo mit unbedenklichen und rein natürlichen Inhaltsstoffen gesucht - das ist gar nicht so einfach!

Ich empfehle außerdem, im Winter ein anderes Shampoo zu verwenden als im Sommer. Im Sommer schwitzt man mehr, und das Haar wird schneller fettig. Dem kann man mit dem richtigen Shampoo entgegenwirken.

Im Winter ist es eher wichtig, dass ein kleines bisschen Fett im Haar verbleibt und die Kopfhaut pflegt, damit sie nicht austrocknet.

Ich habe viele Shampoos getestet und mich intensiv mit den Inhaltsstoffen auseinandergesetzt. Zwei Produkte kann ich Dir sehr empfehlen:

Während des Sommerhalbjahres nehme ich khadi Nussgras Shampoo, im Winter Organicum Shampoo.

Hier findest Du meine Testberichte:

Tipps

No Poo

Es gibt derzeit einen Trend, der sich No-Poo nennt, das bedeutet "kein Shampoo".

Man verzichtet dabei völlig aufs Shampoo und spült die Haare nur mit Wasser aus.

Ich habe es ausprobiert, war aber wenig begeistert. Ohne Shampoo bekommt man logischerweise das Fett nicht aus den Haaren. Man kann es auch mit Händewaschen ohne Seife vergleichen - oft löst sich der Schmutz dann nur sehr schwer, und Fett bleibt einfach haften.

Für mein dünnes, glattes Haar kommt No-Poo nicht in Frage, weil es nach wenigen Tagen schon sehr ungepflegt aussieht und das Volumen völlig verlorengeht.

Ich kann mir aber vorstellen, dass man mit lockigen oder sehr trockenen Haaren gute Erfahrungen damit machen kann. Probier es doch einfach mal aus!

Pulver-Haarwäsche und Haarseife

Alternativen zum flüssigen Shampoo sind Pulver-Haarwäschen oder Haarseifen.

Bei einer Haarwäsche mit Lava-Erde oder Pulver-Haarwäsche wird das Fett durch die körnige Substanz etwas aufgesaugt und anschließend gründlich abgespült.

Haarseifen dagegen enthalten pflanzliche Tenside, die das Haar mild reinigen.

Im Winter weiche ich ab und zu auf Pulver-Haarwäsche oder Haarseife aus. Man muss bei blonden Haaren allerdings aufpassen, denn sie bekommen mitunter eine aschgraue Färbung.

Haare waschen mit Roggenmehl

Wenn Du dünnes, glattes Haar hast und mehr Volumen haben willst, solltest Du die Haarwäsche mit Roggenmehl versuchen.

Man verrührt dazu 2-3 Esslöffel Roggenmehl (kein Weizenmehl verwenden!) mit Wasser, bis ein Brei entsteht.

Den Brei gibt man in die nassen Haare. Du kannst ihn einwirken lassen, solange Du willst. Roggenmehl enthält viele Nährstoffe, die Dein Haar und Deine Kopfhaut pflegen. Es hilft auch sehr bei trockener, juckender Kopfhaut.

Danach gründlich ausspülen. Die Haare sind dann etwas schwer kämmbar. Aber nach dem Trocknen sind die Haare nicht nur wie frisch gewaschen. Man hat auch ein super Volumen, das lange anhält!

Spülungen und Haarkuren

Die Kosmetikindustrie vertreibt erfolgreich Produkte, die man angeblich unbedingt zur Haarpflege benötigt.

Da wird einem gern eingeredet, das Haar würde kaputtgehen, wenn man es nicht regelmäßig mit diesen Produkten "pflegt".

Die Wahrheit ist, dass Dein Haar immer so bleibt, wie es ist. Ob Silikon oder nicht - die Pflegestoffe in den Produkten legen sich um Dein Haar und machen es leichter kämmbar. Das hält bis zur nächsten Haarwäsche oder je nach Produkt auch noch einige Zeit darüber hinaus. Aber irgendwann ist der "Lack" ab, und Dein Haar ist wieder wie vorher, nicht besser und nicht schlechter. Pflegeprodukte ändern nichts an der Struktur, und kaputtes Haar bleibt kaputt. So etwas wie "Reparieren" gibt es nicht.

Die Produkte lagern sich lediglich in den porösen Stellen ab, aber nach einiger Zeit fallen sie wieder heraus. An der Haarstruktur ändert sich nichts.

Spülungen und Haarkuren lagern sich aber nicht nur im Haar, sondern auch auf der Kopfhaut ab. In extremen Fällen kann es dadurch sogar zu Haarausfall kommen.

Du kannst Dir das Geld dafür wirklich sparen, Dein Haar wird davon nicht gesünder. Um sich nach dem Waschen zu kämmen, benötigt man auch keine Spülung, es ist Gewohnheitssache.

Um Dein Haar zu kämmen, benötigst Du nur eines: einen grobzinkigen Kamm und etwas Zeit und Ruhe. Nimm Dir Strähne für Strähne vor und kämme Dein Haar erst unten aus und dann von oben durch. Du wirst sehen - ohne Spülung hast Du wesentlich mehr Volumen!

Gegen das "Fliegen" der Haare nach dem Trocknen hilft ein Holzkamm oder einfach abwarten, sie legen sich von allein wieder.

Die Haarstruktur kann man auch ein klein wenig glätten, indem man nach dem Waschen eine saure Rinse aus 1 Liter Wasser mit 1-2 EL Essig oder Zitronensaft macht. Das trocknet das Haar jedoch auch sehr aus.

Haare trocknen

Deine Haare solltest Du nach dem Waschen nicht auswringen oder rubbeln, sondern nur im Handtuch ausdrücken.

Ungefähr das Schlimmste, was man seinen Haaren antun kann, ist Fönen. Ich habe zahlreiche Föns ausprobiert, und selbst die untere Stufe ist immer noch viel zu heiß.

Regelrecht entsetzt bin ich immer, wenn ich sehe, wie Frauen ihren heißen Fön dann auch noch direkt an ihre nassen Haare halten. Die Haare kochen regelrecht!

Vorgemacht haben uns das die Friseure. Ein Friseur ist aber wenig daran interessiert, dass Du lange gesunde Haare bekommst, denn dann kommst Du ja nicht wieder. Ich habe festgestellt, dass Friseure zwar sehr geschult im Styling sind, über gesunde und nachhaltige Haarpflege aber so gut wie gar nichts wissen.

Lufttrocknen ist natürlich am besten für die Haare, aber bei dünnem Haar nicht zu empfehlen, denn die Haare liegen danach sehr platt am Kopf.

Man kann notfalls auch auf der kalten Stufe fönen, aber dabei verkühlt man sich schnell, besonders im Winter.

Ich benutze überhaupt keinen Fön, sondern setze mich vor einen Heizlüfter. Das ist ungefähr so, als würde mir ein warmer Sommerwind um die Ohren wehen.

Dabei habe ich auch noch beide Hände frei und kann eine Rundbürste benutzen oder die Haare mit den Händen aufschütteln.

Ich nutze diese Alternative jetzt schon jahrelang und bin damit mehr als zufrieden.

Heizlüfter gibt es schon ab ca. 10 €:


Haaröl

Ein neuer Trend geht dahin, regelmäßig Ölkuren durchzuführen.

Die Kopfhaut profitiert davon, denn sie wird gepflegt, und das Haarwachstum kann bei Anwendung durchblutungsfördernder Kräuter gefördert werden.

Wenn möglich führe ich zweimal wöchentlich eine Ölkur durch. Ich massiere das Öl in die Kopfhaut, verteile es in die Längen und lasse es mindestens eine halbe Stunde einwirken.

Auf die Haarstruktur hat eine Ölkur - genauso wie Spülungen und Haarkuren - allerdings keinen Einfluss. Kaputtes Haar wird davon nicht "repariert".

Oftmals wird berichtet, man habe von einer Ölkur "Haarausfall" bekommen. Wie ich unter Haarausfall näher beschreibe, entwickelt sich Haarausfall über Monate. Das Haar, das heute ausfällt, hat sich bereits vor Monaten dazu "entschlossen".

Eine einmalige Anwendung eines Produktes kann keinen Haarausfall auslösen. Haaröle und sehr cremige Produkte weichen allerdings die Kopfhaut auf, so dass sich dann viele Haare lösen, die ohnehin nur noch leicht in der Kopfhaut verankert waren und demnächst ohnehin ausgefallen wären.

Du brauchst also wirklich keine Angst zu haben, wenn bei Du bei einer Ölkur vielleicht etwas mehr Haare als gewöhnlich verlierst.

Haaröl kann man auch täglich anwenden, um trockene Haarspitzen zu pflegen. Ich gebe nach der Haarwäsche immer 1-2 Tropfen (wirklich nicht mehr!) auf die Handflächen und streiche meine Haarspitzen damit ein. Sie sind dann nicht mehr so trocken und starr und brechen dann auch nicht so leicht ab.

Das beste Haaröl, um das Haarwachstum anzuregen, ist das Vitalisierende Haaröl von Khadi Naturprodukte aus Indien.

Das Öl enthält alle Kräuter, die in der ayurvedischen Medizin gegen Haarausfall und für besseres Haarwachstum angewendet werden:

Rizinusöl in Kombination mit Jatamansi und Gunja stimuliert und belebt die Haarwurzel. Bala sorgt dafür, daß die natürliche Funktion der Haarwurzeln wieder aktiviert wird und gibt zusätzliche Vitalität. Karottenöl aktiviert die Durchblutung und sorgt so für eine bessere Nährstoffversorgung der Haarwurzeln.

Man lässt es mindestens 15 Minuten einwirken, je länger desto besser, auch über Nacht ist es kein Problem.

Erhältlich ist es über Amazon:

Haare schneiden und Spliss

Meine Oma glaubt fest daran, dass die Haare dichter werden, wenn man sie regelmäßig schneidet.

Das ist natürlich Unsinn. Haare sind keine Pflanzen, die Seitenwurzeln austreiben, wenn sie gestutzt werden. Die Anzahl der Haarwurzeln ist genetisch festgelegt und ändert sich im Laufe des Lebens nicht mehr.

Natürlich sehen die Haare erst einmal wieder etwas dichter aus, wenn die ausgedünnten Spitzen gekürzt wurden.

Wenn Du allerdings Deinen Traum von langem Haar verwirklichen willst, solltest Du das so selten wie nur möglich tun.

Spliss kann man recht gut vorbeugen, indem man nach der Haarwäsche etwas Haaröl (nur ein bis zwei Tropfen) in die Haarspitzen gibt. Damit werden sie geschmeidig und brechen nicht so leicht auf.

Wenn das nicht reicht oder Dein Haar sehr anfällig für Spliss ist, kannst Du ein Haarspitzenfluid verwenden. Das klebt die Haare an den Spitzen regelrecht zusammen. Da man es nicht im ganzen Haar oder auf der Kopfhaut verwendet, ist die Anwendung unbedenklich, auch wenn Silikone darin enthalten sind.

Die besten Erfahrungen habe ich mit dem Haarspitzenfluid von GlissKur gemacht. Ich habe tatsächlich einen großen Unterschied bemerkt, als ich es mal einige Zeit nicht mehr genommen habe.

Es ist ebenfalls erhältlich bei Amazon, ich habe es Dir hier verlinkt: